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Positional Draft Success und die aktuelle Lage

Die Offseason der Falcons stand vor allem im Zeichen des Salary Caps und der Frage wie genug Freiraum geschaffen wird um Spieler zu verpflichten sowie die Diskussion darüber was die Falcons mit dem vierten Pick im Draft anstellen sollen. Wir wollen wenige Tage vor dem Draft schauen, wo möglicherweise Probleme des alten Regimes im Draft lagen und für welche Positionen ein gutes Auge bewiesen wurde.

Ob sich ein Draft Pick als Bust herausstellt kann man vor dem Draft nicht wissen, wenn die Picks auf gewissen Positionen jedoch immer wieder nicht den Erwartungen gerecht werden, muss man sich die Frage nach schlechter Bewertung der Position stellen. Wenn es Methode hat das eine Position im Draft nicht langfristig erfolgreich besitzt wird, zwingt es Teams teuer in der Free Agency zuzuschlagen.

Bei den Falcons kommt dabei zwangsläufig eine Positionsgruppe in den Sinn: Passrusher beziehungsweise Defensive Ends. Mit Vic Beasley und Takk McKinley sind innerhalb kürzester Zeit zwei First Round Picks gebusted und um das Problem anzugehen hat man Dante Fowler unter Vertrag genommen, der diesen nicht gerechtfertigt hat im ersten Jahr und man zu dem Schluss kommt, dass die Production von Fowler bei den Rams vor allem durch Aaron Donald zustande kam. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass Fowler in 2021 18 Millionen verdient hätte ohne eine geniale Anpassung des Vertrages, womit er massiv überbezahlt gewesen wäre.

Schauen wir jetzt aber auf die einzelnen Positionen. Wo haben die Falcons unter Dimitroff gute Arbeit geleistet und wo eher weniger. Für welche Positionen haben die Ex-Teams des neuen Falcons Front Offices gut entschieden und wo schlecht. Gleichen sich die Ergebnisse aus? Hat Terry Fontenot einen guten Mix gefunden bei der Zusammenstellung der Entscheidungsträger? Wie beim Artikel bei dem wir den historischen Drafterfolg betrachtet haben und erklärt haben wieso Falcons Fans mit Blick auf das neue Front Office optimistisch sein können für die Drafts unter Terry Fontenot, nutzen wir auch hier wieder eine Auswertung von Timo Riske von PFF (Twitter, Artikel).

Aufgrund der Struktur des Artikels verzichten wir hier auf die Grafiken und verweisen auf den Artikel, da ansonsten der Artikel zu lange und zu unübersichtlich wird.

Eines muss man TD lassen. Wenn er einen Wider Receiver im Draft gepickt hat, war es ein Treffer. Aber auch die Saints standen den Falcons in den letzten 10 Jahren nichts nach. Kyle Smith’s Ex-Team, das WFT, steht hier mit der WAR-Metrik (percentiles) im oberen Mittelfeld, während die Ravens, das Ex-Team von Dwuane Jones, sich im unteren Mittelfeld wieder findet.

Atlanta hatte bekanntermaßen in den letzten Jahren immer wieder O-Line Probleme und auch teuer im Draft investiestiert. Als wirklich erfolgreich kann man die Ausbeute nicht bezeichnen, landet das WAR-Percentile der Falcons für Offensive Line Spieler auf Platz 27 von 32. Im Gegensatz dazu stehen die Ex-Teams der neuen Draft-Entscheider der Falcons. Platz 4, Platz 6 und Platz 11. Gerade die Ravens und das WFT finden O-Line Value in den späteren Runden des Drafts.

Bei den Running Backs ist die Menge an Picks überschaubar, jedoch haben die Falcons etwas mehr WAR von ihren gedrafteten RBs bekommen als die Saints oder Ravens. Abgeschlagen ist hier das WFT. Die RB Position hängt aber wie keine andere von der O-Line ab, von daher ist die Auswertung hier eher eine Notiz als wirklich aussagekräftig.

Die TE Position hat aufgrund der geringen Datenmenge kaum Aussagekraft. Sowohl die Falcons als auch die anderen 3 Teams, die wir hier betrachten, stehen in den Top 12 und haben aus relativ wenigen Picks recht viel herausgeholt.

Zeit für einen Seitenwechsel zur Defense und zurück zu den etwas aussagekräftigeren Auswertungen von Timo, da es mehr Datenpunkte gibt. Die Saints, das WFT und die Ravens stehen alle in der Top 10, die Falcons an 11. Leider wird im Artikel nicht zwischen DE und DI unterschieden, was erlaubt hätte die Position der Falcons besser einzuordnen. Wir können jedoch die Annahme treffen, dass die beiden letzten DE aus Runde 1 eher dafür sorgen werden, dass die Falcons bei einer Trennung dort eher im unteren Drittel der Tabelle stehen würden.

Die Saints stehen bei den Defensive Backs an Position 6, während die anderen Teams eher im Mittelfeld stehen, wobei zwischen Ravens+WFT und den Falcons nochmal ein Bruch zu sehen ist, der die Falcons etwas unter die Teams ansiedeln lässt.

Kommen wir zur letzten Gruppe des Artikels, den Linebackern. Ähnlich wie bei den TE gestaltet es sich auch hier. Es gibt kaum Daten die eine wirkliche Schlussfolgerung zulassen. Die Falcons hatten in den letzten Jahren viel Erfolg auf Linebacker, während die Vergleichs-Teams hier im unteren Drittel stehen. Man sieht jedoch z.B. beim WFT, dass die 8 LB Picks in den letzten 10 Jahren alle in späteren Runden waren. Die Ravens haben zwar früher Linebacker gepickt, dafür weniger und die WAR-Percentile sind “all over the place”. Gerade auf Linebacker sind die Falcons aber aktuell gut besetzt und man sollte sich nicht allzu viele Sorgen machen müssen.

PositionFalconsRavensAintsWFT
WR120313
O-Line276411
RB6151126
TE71238
D-Line111024
DB1917615
LB3273022
Team-Rang 2011-2020 in nach Pickposition gewichteten Perzentil-Durchschnitt bei WAR over expectation via pff.com

Was nehmen wir aus diesem Artikel für die Falcons, den 2021 Draft und zukünftige Drafts mit? Zunächst reden wir hier davon, dass die Teams tendenziell ein gutes Händchen für gewisse Positionen beweisen, es aber auch einfach mal Glück sein kann. Die Falcons z.B. haben sich auf WR mit 2 Picks nach vorne katapultiert und mussten so kaum noch Draft-Ressourcen in die Position stecken, da man mit Ridley und Jones zwei Volltreffer gelandet hat. Für die O-Line ist diese Auswertung schon eher mehrsagend, da hier 5 Positionen in die Betrachtung einfließen. Hier ist zumindest etwas Optimismus angebracht, dass die O-Line Picks besser werden in der Zukunft und auch in der D-Line haben die Saints, Ravens und das WFT ein glückliches Händchen bewiesen.

Zusammen mit der ersten Auswertung von Timo, die wir hier analysiert haben für die Falcons, dürfen wir als Fans optimistisch sein, dass das Teambuilding über den Draft und das steigern des Talentlevels im Roster besser gelingen wird unter der Leitung von Terry Fontenot, Kyle Smith und Dwuane Jones.

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