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Allgemein Offseason 2022

Salary Cap Gymnastics 2022

Kurz nach Ende der Regular Season haben wir beleuchtet welche Möglichkeiten die Falcons haben, um Cap Space zu generieren. Heute wollen wir näher betrachten wieviel Cap Space die Falcons tatsächlich brauchen und mit welchen Moves sie dieses Ziel erreichen. In diesem Jahr scheint es dabei wesentlich einfacher zu begründen warum welcher Move gemacht werden könnte und die Cap Situation ist im Vergleich zu 2021 deutlich entspannter, wenn auch noch nicht gut. Der größte Vorteil ist es das man nicht dazu gezwungen ist bereits vor dem Start des Ligajahres Entscheidungen zu treffen, abgesehen von möglichen Vertragsverlängerungen.

Zum Start wollen wir einmal den Rechenschieber herausholen und schauen wieviel Cap Space generiert werden muss, um alles abzudecken. Alles heißt Vertragsverlängerungen, FA Verpflichtungen, Rookie Klasse und natürlich Kader auf 53 Mann auffüllen sowie Practice Squad und in-season Puffer. Stand heute ist die Cap Grenze bei $208.687.761,00 und die aktuell 29 Spieler im Kader mit einem gültigen Vertrag nehmen bereits $196.566.397 in Anspruch. Somit bleiben rund $12 Millionen verfügbar zum Start des neuen Ligajahres. Wir schauen jetzt aber schon in den August, an dessen Ende, der 53-Mann-Kader stehen muss und dieser unter dem Cap sein muss.

Füllen wir also den Kader der Falcons zunächst einmal auf. Die aktuell 8 Picks werden einen Cap Hit von $5.918.161 haben und setzen die Spielerzahl im Kader auf 37. Gehen wir davon aus, dass der Kader zunächst mit Vet Minimum Spielern aufgefüllt wird braucht es weitere rund $12.800.000. Das Practice Squad kostet während der einer Saison genau $3.000.000. Rechnet man das zusammen und setzt es auf die Cap Number der 29 Spieler sind die Falcons $9.596.797 über dem Cap. Ersetzen wir nun ein paar der Vet Minimum Verträgen mit möglichen Verlängerungen von Foye, CP84 und Koo sowie der ein oder anderen weiteren eigenen FA Verpflichtung oder auch externen FAs kommen, geschätzt, weitere $15.000.000 dazu, womit die Falcons $24.596.797 über dem Cap sind und frei bekommen müssen. Rechnet man noch einen in-season Puffer dazu kommt man im Bereich zwischen $27.000.000 bis $30.000.000 raus.

Bekanntermaßen führen viele Wege nach Rom. Die Falcons haben wie vor paar Wochen bereits aufgezeigt die Möglichkeit durch Cuts, Trades, Restructures oder Extensions den Cap Hit von 8 Spielern anzupassen. Die vermeintlich offensichtlichsten sind dabei die Cuts von Mike Davis, Tyeler Davison und Kendall Sheffield. In Summe ergeben diese $8.840.000 an Cap Space und sind aus unserer Sicht No-Brainer. Somit braucht es weitere rund $20.000.000 an Cap Space für die Saison 2022. Damit können wir dann auch zum lustigen Teil kommen und uns etwas mit Spekulationen beschäftigen.

Die Lösung mit geringsten Einfluss auf den 2023 Cap wären zwei Trades. Während einem Trade von Deion Jones die meisten Fans offen gegenüber sind, ist der zweite potenzielle Trade wesentlich kontroverser, aber dazu gleich mehr. Die Zahlen für Jones zeichnen ein klares Bild. Ein Cut macht quasi keinen Sinn, ein Restructure würde $6.685.030 einbringen, was aber dazu führt dass man ihn mehr oder weniger dann auch für 2023 bindet. Ein Trade Pre-June bringt den Falcons $9.366.000 und ein Post-June Trade bringt $14.707.000. Sowohl als auch bringen die Falcons schnell zum Cap Ziel. Deion Jones scheint in seiner neuen Rolle unter Dean Pees nicht wirklich glücklich zu sein, weshalb ein Trade wohl für beide Seiten gut sein könnte, während mit Walker bereits der Nachfolger bereit steht.

Bleiben noch vier weitere Möglichkeiten. Die zweite ist der bereits angesprochene kontroverse Trade. Natürlich geht es um Calvin Ridley und die für Außenstehende sehr undurchsichtige Situation. Sollten beide Seiten zum Entschluss kommen, dass eine Trennung das Beste ist erhalten die Falcons neben Draft Picks auch $11.000.000 an Cap Space. Man hätte also prinzipiell den notwendigen Cap Space verfügbar mit diesen zwei Trades und könnte die Restructuremöglichkeiten dafür nutzen mehr Flexibilität während der Saison zu haben und dann auch nur das allernotwendigste an Cap freizuschaufeln.

Jedoch gehört zu einem Trade dazu, dass die Falcons ein Angebot von einem anderen Team erhalten welches sie auch annehmen möchten. Eine weitere Möglichkeit Cap Space zu generieren sind Vertragsverlängerungen. Ich sehe aktuell nicht, dass die Falcons vorzeitig mit Matthews oder Ryan verlängern, weshalb es nur Sinn macht sich die Situation von Grady Jarrett anzuschauen. Es wird eigentlich schon seit letztem Jahr erwartet, dass der Vertrag verlängert wird. Durch den zu erwartenden Anstieg des Salary Caps kann man sich eventuell darauf einigen den diesjährigen Cap zu verringern. Hier sind bis zu $10.000.000 drin. Somit hätten die Falcons mehr als genug finanziellen Spielraum in 2022, ohne dafür Salary nach 2023 zu verschieben.

Eine weitere Möglichkeit Cap Space zu generieren, die aber in meinen Augen sehr unwahrscheinlich ist, ist die eines Grady Jarrett Trades. Mit einem Trade würde man $16.500.000 an Cap Space kreieren. Der Trade würde definitiv einen Rebuild einläuten, da man seinen besten Defensespieler neben A.J. Terrell abgeben würde und seine eigene Defense, die bereits eine der schwächeren Units in der NFL ist, nochmal signifikant schwächen. Daher halte ich diesen Trade für nahezu ausgeschlossen.

Wie gesagt, müssen hier jeweils zwei Parteien zueinander finden. Sollte keine der genannten drei Optionen umsetzbar sein, kann ausreichend Cap Space durch Restructures kreiert werden. Neben Deion Jones können, über Matt Ryan und Jake Matthews $11.315.000 respektive $5.690.000 freigeschaufelt werden. Zusätzlich könnte man, sofern man sich mit den Spielern darauf einigen kann, noch Void Years hinzufügen, um die Nummer weiter zu erhöhen. Die Void Years halte ich eher für unrealistisch, da TF bereits letztes Jahr auf diese Option verzichtet hat und betont immer wieder den Cap gesund zu kriegen, was ab 2023 auch der Fall sein sollte.

Meine Vermutung ist daher, dass der Deion Jones Trade Post-June passieren wird. Dann bin ich unentschieden zwischen dem Ridley Trade und der Grady Jarrett Extension. Ich bin mir auch sicher, dass die Entscheidungen etwas voneinander abhängen. Sollte man mit Jarrett verlängern gibt es keinen Anreiz Ridley zu traden, außer seinen möglichen persönlichen Wunsch. Aufgrund des letzten Jahres tippe ich, dass die Optionen Ryan und Matthews für den in-season Notfall erhalten werden sollen und nicht frühzeitig gezogen werden. Dennoch ist die Situation einfacher zu handhaben als das Chaos der letzten Saison und Terry Fontenot wird eine vernünftige Lösung finden.

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